Pressestimmen 2012

Trierischer Volksfreund, 4.06.2012

Ein Ständchen zum Geburtstag

  • Nahezu voll besetzt war die Trierer Pfarrkirche Heiligkreuz und bildete damit eine würdige Kulisse für das Jubiläumskonzert der Trierer Sängerknaben, die 1962 durch Bruder Basilius Wollscheid gegründet wurden. Gut 400 Fans des "ältesten Trierer Konzertchores", wie die Sängerknaben stolz von sich behaupten, spendeten am Ende im Stehen Applaus und wollten Chor, Orchester und Solisten gar nicht mehr entlassen.
  • Chorleiter Volker Krebs hatte für die Jubelfeier ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt, durch das er seine "Männer" und die Mitglieder der Trierer Philharmoniker führte. Unterstützung bekamen die Trierer Knaben durch den Wiesbadener Knabenchor (Leitung: Roman B. Twardy), einen Klangkörper, bei dem Krebs selbst seine ersten Chor-Schritte unternommen hatte.
  • Höhepunkt des Konzertes war zweifelsfrei die Kantate "Lauda Sion", Opus 73, von Felix Mendelssohn Bartholdy. Ein großartiges Werk, das dem Chor in reichem Maß eine Plattform bot, sich zu entfalten. Die intonatorische Reinheit, mit der die Knaben sich hier präsentierten, ließ staunen. Die Sänger waren mit Begeisterung bei der Sache. Gleiches galt für Wolfgang Amadeus Mozarts "Krönungsmesse", KV 317, die festlich das Kirchenschiff erfüllte. [...]

Die gesamte Konzertkritik finden Sie unter volksfreund.de.

Göttinger Tageblatt, 18.03.2012

Jugendliches Feuer und strahlender Klang

Feiern lässt es sich am schönsten in Gesellschaft. Deshalb hatte der 50 Jahre alte Göttinger Knabenchor zur Eröffnung seines Jubiläumsjahres gleich zwei befreundete Chöre zum Mitsingen eingeladen: die Chorknaben Uetersen und den Wiesbadener Knabenchor.

  • So standen am Sonnabend in der voll besetzten Göttinger Johanniskirche rund 120 junge Sänger auf dem Podium – eine Zahl, die stimmliche Durchschlagskraft zwar nicht garantiert, aber doch sicher erheblich erleichtert.
  • Das machte sich gleich in Mendelssohns „Lauda Sion“ ausgesprochen positiv bemerkbar. Thomas von Aquins Text [...] ist nicht eben die ideale Vorlage für ein kontrastreiches, dynamisches Musikstück – doch ist Mendelssohn gelungen, daraus ein mitreißendes  Werk für Soli, Chor und Orchester zu schreiben, schwungvoll, reich an überraschenden harmonischen Wendungen, an musikalischer Spannung. Dies setzten die drei vereinten Chöre mit jugendlichem Feuer und strahlendem Stimmklang um, was gewiss auch mit der temperamentvollen, stets nach vorn stürmenden Leitung des Dirigenten Christoph-Mathias Mueller zusammenhing, der die Aufführung gehörig befeuerte. [...]
  • Mozarts Krönungsmesse KV 317 rundete als Hauptwerk diesen Abend festlich und strahlend ab, diesmal unter dem Dirigat des Knabenchor-Leiters Michael Krause. An Temperament und Engagement konnte er mit Mueller durchaus mithalten, seinen frischen Tempi vermochten die Choristen dank ihrer gründlichen Vorbereitung mühelos zu folgen. [...]
  • Lange und lautstark spendeten die Zuhörer Applaus, in den auch die Leiter der Gastchöre – Roman B. Twardy (Wiesbaden) und Hans-Joachim Lustig (Uetersen) – einbezogen waren. Zum Dank gab es Mozarts „Dona nobis pacem“ ein zweites Mal als Zugabe.

Die gesamte Konzertkritik finden Sie unter goettinger-tageblatt.de.

Darmstädter Echo, 06.03.2012

Tönender Schrecken

ORATORIUM – Wolfgang Seeliger dirigiert Brittens „War Requiem“

  • Nicht oft wird das in seiner Besetzung und Wirkung grandiose War Requiem aufgeführt. Der Konzertchor Darmstadt widmete sich dem Oratorium zuletzt 1989 und 1994. [...] Die etwa 100 Minuten dauernde Komposition setzte bei ihrer neuerlichen Aufführung in Darmstadt Maßstäbe. Sowohl der Konzertchor, das vornehmlich mit jungen Kräften besetzte Beethoven-Akademie-Sinfonieorchester aus Krakau als auch die vorbildlich von Roman B. Twardy geleiteten Sänger des Wiesbadener Knabenchors waren erstklassig in der Leistung. [...]
  • Das seinerzeit Neuartige an diesem Requiem war die Verknüpfung des Messtextes in lateinischer Sprache mit englischsprachigen Kriegsgedichten des britischen Soldaten Wilfried Owen, der im Alter von 25 Jahren wenige Tage vor dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918 in Frankreich an der Front gefallen war. Christopher Lemmings verlieh diesen poetischen Worten eine bitterzarte Stimme, die unter die Haut ging. Zuvor hatten schon der Chor im feinnervig vorgetragenen, spannungsgeladenen Introitus „Requiem aeternam“ sowie die lyrisch aufflackernden Knabenstimmen im „Te decet hymnus“ betört.

Die gesamte Konzertkritik finden Sie unter echo-online.de.

Kulturpreisträger 2013 der Landeshauptstadt Wiesbaden